Radiomir 3 Days Platino - 47mm

PAM00373

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Technische Details

Einmalige Auflage von 300 Stück

Uhrwerk Mechanisches Uhrwerk mit Handaufzug, Kaliber Panerai P.3000, vollständige Panerai Eigenfertigung, 16½ Linien, 5,3 mm stark, 21 Steine, Glucydur®-Unruh, 21.600 Schwingungen/Stunde. Incabloc®-Stoßsicherung. 3 Tage Gangreserve, zwei Federhäuser. 160 Bauteile.

Funktionen Stunden, Minuten

Gehäuse Durchmesser 47 mm, Platin mit Plexiglas®, mit abnehmbaren Anstoßschlaufen (patentiert).

Lünette Platin

Gehäuseboden Durchsichtiges Saphirglas

Zifferblatt Braun mit fluoreszierendem Punkt und Stundenmarkierungen.

Wasserdichtigkeit 10 bar (~100 Meter)

Armband Alligatorleder, Dunkelbraun, Ecru, 27/22 MM Standard

* Officine Panerai ist nicht Eigentümer der Warenzeichen Velcro® und Coramid®.

* Officine Panerai ist nicht Eigentümer der Warenzeichen Velcro® und Coramid®.

Weitere Informationen

IN DER ANFANGSZEIT VON OFFICINE PANERAI GAB ES EINE GEHEIMNISUMWOBENE VERSION DER RADIOMIR, von der nur zwei Exemplare bekannt sind. Sie tauchte Ende der 1930er Jahre auf und zeichnete sich durch eine einzigartige Zifferblattgestaltung aus. Die neue Radiomir 3 Days Platino – 47 mm nimmt diese Zifferblattgestaltung erstmals in der Geschichte von Officine Panerai wieder auf. Auf dem durch ein Plexiglas® geschützten, braunen Zifferblatt der neuen Radiomir wechseln sich strich- und punktförmige Stundenmarkierungen ab – auf der 12-Uhr-Position sind es zwei Striche, auf der 3-, 6- und 9-Uhr-Position nur einer. Die sonst für das klassische Panerai Zifferblatt charakteristischen großen Ziffern an den Kardinalpunkten fehlen hier. Für eine optimale Ablesbarkeit wie bei den historischen Modellen ist das Zifferblatt in Sandwich-Bauweise, d.h. aus zwei übereinander liegenden Scheiben, ausgeführt. Die dazwischen liegende fluoreszierende Schicht leuchtet dabei durch die ausgesparten Stundenmarkierungen in der oberen Scheibe. Über den Ursprung dieses Zifferblatts ist wenig bekannt. Nach Meinung einiger Historiker waren die beiden noch verbliebenen Exemplare (die sich darin unterscheiden, dass eines eine kleine Sekunde hat und das andere nicht) möglicherweise Testmuster, die nicht weiterverfolgt wurden. Da das Panerai Archiv beim Hochwasser in Florenz im Jahre 1966 verloren ging, lässt sich das jedoch nicht mit Sicherheit sagen. Insgesamt aber blieb die Faszination der Uhr – ebenso wie das sie umgebende Mysterium – bei der neuen Radiomir erhalten. Das Gehäuse der Radiomir misst 47 mm im Durchmesser, besteht aus Platin und ist wasserdicht bis 10 bar (~100 Meter). Es wird angenommen, dass auch die ersten Radiomir Modelle bis zu dieser Tiefe wasserdicht waren. Der Gehäuseboden verfügt über ein großes Saphirglasfenster, durch das man das Uhrwerk betrachten kann. Die Anstoßschlaufen sind aus Draht, jedoch nicht mehr mit dem Gehäusemittelteil verschweißt wie damals, sondern abnehmbar (ein Patent von Officine Panerai), um den Armbandaustausch zu erleichtern. Gehäuse- und Uhrenreferenz sind zwischen den Anstoßschlaufen eingraviert. Die Radiomir 3 Days Platino – 47 mm ist mit dem vollständig in der Officine Panerai Manufaktur in Neuchâtel entwickelten und gefertigten Kaliber P.3000 ausgestattet.

Materialien

Platin

Platin ist eines der seltensten und kostbarsten Metalle der Welt: Für ein paar Gramm Platin müssen zehn Tonnen Felsgestein abgetragen werden, und die Verarbeitung des Rohmaterials zu einem Platinbarren dauert fünf Monate. Für vergleichbare Mengen Gold sind dagegen nur drei Tonnen Felsgestein und fünf Wochen Arbeit nötig. Platin wurde im Jahr 1750 in Kolumbien entdeckt. Seinen Namen, der vom spanischen Wort für Silber „plata“ abgeleitet ist, verdankt es seiner Ähnlichkeit mit eben diesem Metall. Hinsichtlich Preis und Bearbeitung unterscheiden sich die beiden Materialien allerdings grundlegend voneinander. 
Officine Panerai verwendet 950er Platin (Pt950 Ru, 95 % reines Platin) mit einem spezifischen Gewicht das 11 % schwerer ist als 24 Kt. Gold. Diese Legierung eignet sich zwar für die maschinelle Bearbeitung, jedoch nicht für Gießverfahren. Zudem lässt es sich nicht durch Hitzebehandlungen aushärten.Das duktile, formbare und korrosionsbeständige, Platin ist das Ergebnis eines langen, komplizierten Bearbeitungsverfahrens. So benötigt man zum Ausstanzen eines Platingehäuses beispielsweise eine speziell justierte Presse. 
Außerdem nutzen sich die verwendeten Werkzeuge schneller ab, und

technische Instrumente müssen sorgfältig gereinigt werden. Aufgrund der besonderen Eigenschaften des Metalls ist das Polierverfahren äußerst aufwendig und unterscheidet sich stark von dem bei Gold, angewandten Verfahren. Der Einsatz automatischer Werkzeuge ist nicht möglich, und Platin muss vollständig von Hand poliert werden. Auch das Gravieren von Platin ist ein hochkomplexer Arbeitsschritt. 

Bearbeitung

Platin bietet in erhitztem und kaltem Zustand eine gute Verformbarkeit. Das Tempern an Luft kann problemlos ausgeführt werden. Allerdings sollte die Anzahl der Temperdurchgänge so gering wie möglich gehalten und das Material im Voraus um mindestens 30 % ausgehärtet werden. Beim Tempern müssen sowohl Zeit als auch Temperatur überwacht werden, um eine Vergrößerung der Körnung (den „Orangenhaut-Effekt“) zu verhindern.

Pflege

Panerai Uhren entsprechen höchsten Qualitätsstandards. Wenn die Uhr benutzt wird, sind ihre mechanischen Teile täglich 24 Stunden in Betrieb. Um eine lange Lebensdauer und einwandfreie Funktionsfähigkeit zu gewährleisten, bedarf die Uhr daher einer regelmäßigen Wartung.

WASSERDICHTHEIT

Lassen Sie Ihre Uhr regelmäßig von einem autorisierten Panerai Service Center auf Wasserdichtheit prüfen, und lassen Sie die Wasserdichtheit alle zwei Jahre durch regelmäßige Wartung oder immer dann, wenn die Uhr geöffnet werden muss, erneuern. Zur Wiederherstellung der Wasserdichtheit müssen die Dichtungen der Uhr ausgewechselt werden, damit wirklich eine maximale Wasserdichtheit und Sicherheit gewährleistet werden kann. Wenn die Uhr für den Unterwassersport genutzt wird, empfiehlt es sich, sie jährlich vor Beginn der Unterwassersportsaison zur Durchsicht zu geben.



DAS UHRWERK

Lassen Sie das Uhrwerk Ihrer Uhr regelmäßig von einem autorisierten Panerai Service Center prüfen, damit seine perfekte Funktionsfähigkeit erhalten bleibt. Wenn die Uhr deutlich vor- oder nachgeht, kann es sein, dass das Uhrwerk überholt werden muss. Die Uhrwerke sind so konzipiert, dass sie Temperaturschwankungen zwischen -10°C und +60°C standhalten. Außerhalb dieses Temperaturbereichs können Gangabweichungen auftreten, die über die in den Uhrwerkspezifikationen genannten Werte hinausgehen. Zudem besteht die Gefahr einer Beeinträchtigung der im Uhrwerk enthaltenen Schmiermittel und somit einer Schädigung der Komponenten.




AUSSENREINIGUNG

Um die Außenflächen Ihrer Panerai Uhr in einwandfreiem Zustand zu halten, empfehlen wir die Reinigung mit Seife, warmem Wasser und einer weichen Bürste. Spülen Sie die Uhr anschließend sorgfältig mit klarem Wasser ab. Gleiches gilt nach einem Bad im Meer oder Schwimmbad. Alle Panerai Uhren können mit einem weichen, trockenen Tuch gereinigt werden.



ARMBÄNDER AUS LEDER UND STOFF

Panerai Armbänder aus Leder und Stoff sind mit lauwarmem Wasser zu waschen und bei Zimmertemperatur trocknen zu lassen. Nicht empfehlenswert ist das Trocknen auf heißen Oberflächen oder bei direkter Sonneneinstrahlung, da Form und Qualität durch die rasche Verdunstung des Wassers beeinträchtigt werden können. Spülen Sie das Armband nach jedem Bad im Meer oder Schwimmbad sorgfältig mit klarem Wasser ab. Der Austausch des Armbands und der Schließe sollte von einem autorisierten Panerai Händler oder Panerai Service Center vorgenommen werden, um Probleme aufgrund einer fehlerhaften Handhabung zu vermeiden. Nur ein autorisierter Panerai Händler oder ein autorisiertes Panerai Service Center können die Echtheit von Panerai Armbändern garantieren, die gemäß den Qualitätsstandards der Marke optimal an die Gehäuseabmessungen angepasst sind. Das von Officine Panerai verwendete Alligatorleder stammt von Zuchtfarmen in Louisiana, USA. Die Zulieferer von Officine Panerai verpflichten sich den höchsten Maßstäben der Verantwortlichkeit. Sie versichern, dass die Zuchtfarmen in Louisiana einen Beitrag zu einem stabilen Wachstum wildlebender Alligatorpopulationen und somit zum Schutz dieser gefährdeten Tierart leisten. Panerai verwendet kein Leder von wildlebenden gefährdeten Arten.

Uhrwerk

Kaliber P.3000

Das vollständig in der Manufaktur Officine Panerai gefertigte Kaliber P.3000 verfügt über die Hauptmerkmale der Panerai Uhrwerke sowohl hinsichtlich des Aufbaus als auch der Robustheit, Präzision und Gangreserve. Mit seinem beeindruckenden Durchmesser von 16½ Linien erinnert dieses Kaliber an die Uhrwerke in den historischen Panerai Modellen. Das Kaliber ist leicht an seiner Konstruktion zu erkennen, die einem Uhrwerk mit einer Dreiviertelplatine ähnelt: Eine große Brücke neben einer kleineren bedeckt den Großteil der mechanischen Teile und ist über eine Reihe von stabilen Schrauben an der Grundplatine befestigt, so dass die Struktur besonders steif ist. Das Uhrwerk hat 21 Steine und zwei Federhäuser, die in Serie gekoppelt sind. Eine solche Anordnung ermöglicht die Verwendung langer, dünner Federn für eine gleichmäßigere Kraft über einen längeren Zeitraum und eine Gangreserve von drei Tagen. Die Unruh ist außergewöhnlich groß (13,2 mm). Sie hat ein variables Trägheitsmoment und vier außen am Ring angeordnete Stellschrauben, so dass die Schwungfrequenz eingestellt werden kann, ohne dass die gesamte Konstruktion entfernt werden muss. Sie schwingt mit einer Frequenz von 3 Hz oder 21.600 Schwingungen pro Stunde und wird von einer an zwei Punkten aufliegenden Brücke gehalten, was wesentlich sicherer und stabiler ist als eine einseitig gelagerte Brücke. Zudem verfügt sie über eine Incabloc®-Stoßsicherung und ist frei schwingend, hat also keinen Rückerzeiger. Neben gebürsteten Brücken und anglierten Kanten (d. h. geglättet und poliert) weist das Kaliber P.3000 eine Vorrichtung zur Schnelleinstellung der Zeit auf: Ein zwölfarmiger Stern und eine kleine Federkupplung ermöglichen das Einstellen des Stundenzeigers in Ein-Stunden-Schritten ohne Einfluss auf die Bewegung des Minutenzeigers oder den Lauf der Uhr.

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