Pendulum Clock

PAM00500

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Technische Details

Einmalige Auflage von 50 Stück

Einmalige Auflage von 50 Stück

Funktionen Stunden, Minuten

Besonderheiten Zifferblatt: Sandgestrahltes Glas mit römischen Ziffern
Glasgehäuse: Schwarzer Aluminiumrahmen und abgeschrägtes Glas
Sockel: Mahagoniholz mit Schriftzug Panerai

Hommage an Galilei

* Officine Panerai ist nicht Eigentümer der Warenzeichen Velcro® und Coramid®.

* Officine Panerai ist nicht Eigentümer der Warenzeichen Velcro® und Coramid®.

Weitere Informationen

Das Pendel von Galileo Galilei als Zeitmesser stellte einen Wendepunkt in der Uhrmacherei dar, denn sie eröffnete das moderne Zeitalter. Heute rückt es dank der neuen Pendulum Clock von Officine Panerai wieder in den Mittelpunkt. Die Uhr ist eine originalgetreue Nachbildung des Zeitmessers, den Galilei einst entwarf, um das Gesetz des Isochronismus der Schwingungen eines Pendels zu illustrieren. Die Entdeckung Galileis aus dem 17. Jahrhundert war revolutionär, denn dadurch ging die tägliche Abweichung von mehreren Minuten zu wenigen Sekunden über. Das vom toskanischen Wissenschaftler entwickelte Hemmungsrad gilt als erste freie Hemmung in der Geschichte. Daher ist die Pendelum Clock eine wahre Meisterleistung von historischer Bedeutung und illustriert einmal mehr eindrucksvoll die Verbindung zwischen Galilei, Florenz, Wissenschaft und Officine Panerai. Der Verwendung des Pendels für die Zeitmessung ging eine lange und schmerzvolle Geschichte voraus: Galilei konnte seine Idee von 1641 nicht weiterentwickeln, da er zu dieser Zeit bereits fast blind war. Deshalb betraute er seinen Sohn Vincenzo mit der Umsetzung. Im folgenden Jahr starb Galileo Galilei und das Projekt lag lange Zeit auf Eis, bis sein Sohn 1649 beschloss, es vollenden. Er ließ den Rahmen aus Eisen sowie die Rohlinge für Räder und Triebe von einem Schmied fertigen, während er die Zähne der Hemmung selbst schnitt. Unglücklicherweise starb auch Vincenzo Galilei wenige Monate später und das immer noch unfertige, wenn auch wahrscheinlich funktionsfähige Stück geriet wieder in Vergessenheit. Erst 1659 machte Vincenzo Viviani, Freund und Biograph von Galilei, das Modell auf Bitten von Leopoldo de’ Medici wieder ausfindig und brachte es dem florentinischen Prinzen zusammen mit einer Zeichnung. Doch nur die Zeichnung überdauerte die Zeit und wird heute in Florenz aufbewahrt, das Instrument selbst hingegen ist spurlos verschwunden. Die Zeichnung illustriert die Struktur und das Funktionsprinzip des Zeitmessers, der der bereits viele Jahre alten Idee Galileis und der Formulierung der Gesetze des Isochronismus eine physische Form verlieh. Die Pendulum Clock beruht auf dem Modell, das der Florentiner Uhrmacher Eustachio Porcellotti 1887 nach der Originalzeichnung anfertigte und das heute im Museo Galileo in Florenz aufbewahrt wird. Das bemerkenswerte Werk von Officine Panerai ist eine fast exakte Nachbildung der Arbeit Porcellottis. Die Maße der Tischuhr entsprechen der Originalzeichnung: 35,6 cm Höhe, 18,5 cm Breite und 11,1 cm Tiefe, die durch die wenigen zuverlässigen Nachbildungen bestätigt wurden. Der Rahmen setzt sich aus zwei Platten zusammen, die nicht wie beim Originalmodell oder dem von Porcellotti aus Eisen bestehen, sondern aus Messing mit Nickelpalladium-Beschichtung. Diese werden oben und unten durch Querstücke verbunden, die nach traditioneller Art von Kegelstiften gehalten werden. Das obere Querstück trägt die Hemmung und die Pendelaufhängung, während das untere die unteren Teile der Rahmenplatten verbindet, die in vier verschnörkelte Füße übergehen. Zwischen der Basis und dem Zifferblatt befindet sich das Federhaus, dessen Trommel eine 4,10 m lange Feder birgt, die für eine Gangreserve von 8 Tagen sorgt. Der Aufzug der Uhr erfolgt mit einem Schlüssel über die Aufzugswelle. Dabei sorgt ein Sperrad über dem Zentrum des Federhauses dafür, dass die Feder nicht unkontrolliert abläuft. Weiter oben sitzt das Zifferblatt mit römischen Ziffern wie das des 1887er Modells mit schwarz lackierten Zeigern. Verschiedene Details wie die Räder mit den handveredelten Zähnen, die Lünette um das Zifferblatt und das Federhaus sind vergoldet. Die wichtigsten Bauteile der Uhr sind das Pendel und die Hemmung, die dem Entwurf von Galilei entsprechen. Die Hemmung besteht aus einem Hemmungsrad mit 12 Stiften an seiner Seite und 12 eingeschnittenen Zähnen sowie drei Hebeln, davon einer von vorn gesehen auf der linken und zwei auf der rechten Seite. Der Hebel auf der linken Seite, der längste mit einem Haken am Ende, ist der Stopphebel. Bei den zwei Hebeln auf der rechten Seite, die wie eine Schere angeordnet sind, handelt es sich um den Freistell- und den Impulshebel. Während sich das Rad in seiner Ruhephase befindet, ist es völlig vom Pendel entkoppelt, weshalb diese Vorrichtung als freie Hemmung bezeichnet wird. Das Pendel selbst besteht aus einem Stab, an dessen Ende sich ein vergoldetes oval-linsenförmiges Pendelgewicht mit einer Schraube zur Einstellung der Schwingzeit an der Unterseite befindet. Das untere Querstück verfügt über einen Platz zur Aufbewahrung des Aufzugschlüssels.